Ausstellungen 2. Halbjahr 2018 im Alten E-Werk


Sonderausstellung zum 70. Rheinischen Fischerfest

Sa. 28. 7. - Mo. 6. 8. jeweils 14:00 - 17:00 Uhr

Das „Alte E-Werk“  in Gernsheim wurde 1905 in Betrieb genommen. Nach seiner Stilllegung wurde es bis 1995 vom Rheinischen Fischerfestausschuss genutzt. Seither wird das Kulturdenkmal von Mario Derra als Atelier, Museum und Galerie betrieben.


Tage der Industriekultur 2018 im Programm der  „KulturRegion FrankfurtRheinMain“

Sa. 28. 7. - So. 5. 8. jeweils 14:00 - 17:00 Uhr

2018 wurden die originalgraphischen Verfahren in die Liste der immateriellen Kulturgüter der UNESCO aufgenommen. In seinem Atelier und Museum zeigt der Künstler Mario Derra ausgewählte Exponate dieser Techniken und die dazugehörenden historischen Pressen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. In Vitrinen sind Exponate zum typographischen Frühdruck aus Deutschland und Korea zu sehen. Gezeigt werden Materialen zur Technik der Lithographie und Lithographiesteine mit Motiven von 1880 bis zur Gegenwart. Eigene Arbeiten des Künstlers, wie zum Beispiel die größte Lithographie der Welt mit 11,24m Länge, ergänzen die Präsentation im Kulturdenkmal „Altes E-Werk“.


„Meinungsfreiheitgestern und heute“ im Programm der „KulturRegion FrankfurtRheinMain“

„Philipon versus Louis-Philippe

Pressefreiheit und Zensur

in der Julimonarchie (1830 - 1848)“

Lithographien von Künstlern des Pariser Verlagshauses Aubert - Daumier, Grandville, Philipon, Raffet, Traviès etc.

Sa. 28. 7. – Mo. 6. 8., 6. 9. - 8. 9. jeweils 14:00 - 17:00 Uhr. Eintritt 5 €

So. 9. 9. 11:00 - 18:00 Uhr, Tag des Offenen Denkmals Eintritt frei

Unbekannt: „Ich kenn Dich, Du Dummkopf“Kreidelithographie 226 x 283mm,    30. 1. 1834 La Caricature, 3. Jg. Nr. 96, Blatt 357 (im Text 356)                     

Sammlung Mario Derra, Atelier – Verlag – Kultur

 

 

 

Nach unübersehbaren Maßnahmen zur welt-weiten Einschränkung der Pressefreiheit in der jüngsten Zeit, zeigt Mario Derra etwa 60 his-torische Originallithographien zum Thema Pressefreiheit und Zensur in der französischen Julimonarchie 1830 - 1848. Damals waren Künstler, Journalisten und Verleger nicht nur der Zensur, sondern auch Gefängnis- und Geld-strafen, Kautionszahlungen, Verboten und Diffamierungen ausgesetzt. Druck- pressen wurden zerstört, Zeitun-gen durften nur nach Kontrolle und mit Zensurstempel versehen erscheinen. Die Aufhebung der Pressefreiheit durch Karl X. hatte 1830 die Julirevolution ausgelöst. Nach einer anfänglichen Liberalisierung in der Ära von Bürgerkönig Louis-Phillipe, wurde die freie Berichterstattung wieder schrittweise einge-schränkt. Der Journalist Charles Philipon leistete den neuen Machthabern durch seine satirischen Zeitschriften wie „La Caricature“ und „Le Charivari“ und die Herausgabe von bissigen Lithographien, ausgeführt durch hochrangige Künstler, erbitterten Widerstand, wenn es um die Einschränkung der freiheitlichen Grundwerte ging. Die Verbindung von Bildsatire, Politik und Kunst gelang Philipon auf höchstem Niveau und machte ihn zu einer der wichtigsten Verleger-persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts.


Tag des Offenen Denkmals 2018

Do. 6. 9 - Sa. 8. 9. jew. 14;00 - 17:00 Uhr

So. 9. 9. von 11:00 - 18:00 Uhr

Zweifellos ist das Alte E-Werk in Gernsheim eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler in Gernsheim. Seit 1998 ist es am Tag des offenen Denkmals geöffnet. Die in dieser Form einzigartige Dauerausstellung (z. B. funktionsfähige Litho-Schnellpressen) kann alle wesentlichen graphischen Entwicklungen europäischer Druckgeschichte abdecken, hinzu werden Materialien zum Buchdruck im Sinne Gutenbergs und Schöffers, sowie der asiatischen Kulturen gezeigt. Die hier gezeigten Techniken wurden im März dieses Jahres ins UNESCO-Welterbe aufgenommen.


„Mario Derra sieht den Geopark - Graphiken aus drei Jahrzehnten.

Öffnungszeiten zur Zeit nach Anmeldung

Etwa 150 Originalarbeiten aus drei Schaffensjahrzehnten umfasst die Daueraus-stellung des Künstlers Mario Derra, im Maschinenhaus des alten E-Werks in Gernsheim.

Derra, ein Künstler, der der Region eng verbunden ist, hat weltweit mit seinen außergewöhnlichen Werken – sowohl motivisch als auch größenmäßig – Aufmerksamkeit erregt und 2016 den Kulturpreis des Kreises Groß-Gerau erhalten. Für die größte Lithographie der Welt erhielt er sogar einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde. 2002 – 2005 war er Parkzeichner im Staatspark Fürstenlager, Bensheim Auerbach.

Die Ausstellung mit Motiven aus dem Geopark lädt zu einem virtuellen Streifzug vom Ried über die Bergstraße bis in den Odenwald ein. Sie verspricht ungewöhnliche Einblicke und zeigt eine dynamische Landschaft im Wandel der Zeit. Impressionen aus der von Menschen gestalteten, technisierten Welt sowie Portraits von weithin bekannten Dichtern und innovativen Denkern wie Georg Büchner oder Peter Schöffer, ergänzen den umfassenden, ästhetischen und kreativen Blick auf unsere Region.